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Röhren und Röhrensätze 1923-1970
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Batterie- und
Wechselstrom-Röhren der 20er-Jahre
RE-Typen (z.B. RE11), RE034 etc., 4 Volt Heizung,
Stiftsockel
Ende 20-er...30-er Jahre auch 2 Volt Heizung, z.B. KC1, KL1, LP2
Gleichrichterröhre RGN1500 (Kaltkatode) 1929
LOEWE-Mehrfachröhren ab 1927 (hier: 3NFL ca. 1934)
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Wechselstrom-Röhren der
30er-Jahre
REN..., RENS..., Hexoden-, Topf-/Aussenkontakt-Sockel:
ACH 1 (Telefunken, ab 1934)
EH 2 (auch mit Aufdruck "Kriegsmarine")
Satz: ECH3, ECF1, CBL1, CY2 ("rote Röhren", Philips)
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Wehrmachts-Röhren 1934-1945
Mehr als 300 verschiedene Typen und über 100
verschiedene
Fassungen...
Hier eine kleine Auswahl; hauptsächlich für Sender und
Empfänger: von der Rucksack-Version -für den Landser-
über Panzer, Flugzeuge, Schiffe und Raketen (V2).
Einige dieser Typen sind als Nachbauten oder verbesserte Versionen
immer noch weltweit im Einsatz...
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Oktal-Röhren ab 1934
USA (vorher UX-Sockel -oben im Bild-), danach
Oktal-Sockel.-unten im Bild-, ab 40er-Jahre auch in der UdSSR; heute
noch
für etliche Audio-Röhren (High
End-Röhrenverstärker) gefertigt. Die bekannteste
Endröhre mit diesem Sockel ist wohl die EL34 bzw. E34L.
Da die Netzspannung in den USA 115 - 125V beträgt, wurden für
einfache Superhets (kein Netztransformator) die Heizspannungen der
einzelnen Röhren so ausgelegt, dass die Heizfäden in Serie
geschaltet werden konnten; der Heizstrom musste dafür für
alle Röhren gleich sein (Physik 2. Stunde...), z.B.
12SA7 (Mischoktode) +12SK7 (HF-Pentode) + 12SQ7 (Duodiode+Triode) +
50L6 (Endröhre) + 35Z3 (Gleichrichterröhre) = 122 V
Netzspannung bei 0,15A Heizstrom.
Ende der 30-er Jahren wurden in den USA ebenfalls Stahlröhren
entwickelt (s.Bild rechts und Mitte); diese hatten eine Stahlhülse
mit einem Glasboden - und dem Vacuumstutzen.
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Stahl-Röhren 1938-1951
Die "harmonische Serie" für Pkw (Autoradio) und Wechselstrom (E),
Gleich-/Allstrom (U, V) und portable Geräte (D).
Auf dem Bild sind einige "echte" Stahlröhren mit zusätzlichen
Stempeln (für Militärzwecke) zu sehen; von links nach rechts:
hohe Bauart von 1938 bis 1942, mittelhohe Bauform bis etwa 1943, kleine
Bauformen ab 1943 (bis zum Ende der Produktion). Es war eine
Ganzmetall-Konstruktion mit horizontalem System, der Vacuumstutzen
befand sich im Metallboden.
Zu den Stahlröhren zählen auch Glasröhren, wie EL11
(Endröhre), EFM11 (magisches Auge) oder AZ12
(Gleichrichterröhre); für die Bezeichnung gilt die Art des
Sockels bzw. der Fassung.
In der DDR wurden einige der "alten" Stahlröhrentypen mit
vertikalem System und Glaskolben (mit Graphitbeschichtung) hergestellt.
Die gesuchteste Röhre dieser Bauart dürfte die VF14 für
das Neumann-Mikrofon ("Flasche") sein...
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Loctal-Röhren 1942-1952
Loctal-8 und Loctal-9, auch Schlüsselröhre genannt; da die
Stifte gleichmäßig im Kreis verteilt sind, bedurfte es eines
"Bartes" -am Zentrierstift unten- für die richtige Positionierung
der Anschlussstifte in der Fassung. Daher rührt die
gängige Bezeichnung "Schlüssel"-Röhre...
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Kleinst-Röhren 1938-1948
Entwickelt für - meist tragbare - Hörhilfen
und Batteriebetrieb.
Auf dem rechten Bild: Hörhilfe von RadioAid London; die drei
Röhren (von links nach rechts: DA1, DA2, DAS1) sind gut zu
erkennen.
Diese Röhren wurden von Mullard produziert; vergleichbare deutsche
Typen waren: KC50, KC51 und KE50; Heizung: 2V, Anodenspannung ca. 40V.
Diese Röhren wurden einige Jahre später durch
Subminiaturröhren, wie z.B. DF67 oder DL68, abgelöst. Die
Hörgeräte mit solchen Röhren waren nur noch so
groß wie eine Zigarettenpackung.
Danach kamen - ab 1955 - Transistoren zum Einsatz, wie z.B. OC602 oder
OC70. Das Gehäuse der Geräte schrumpfte weiter, und durch
Miniaturtransistoren - wie OC623 oder OC60 -
war es möglich, die Gerätchen z.B. an der Brille zu
befestigen.
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Röhren 1950-1970
Rimlock-, Noval-, Miniatur-, Subminiatur-, Magnoval-
(TV-Röhren)-Sockel:
Rimlock-Sockel waren bis etwa Mitte der 50-er Jahre vorzufinden;
dann waren alle erforderlichen Röhrentypen auf Noval- (9 Stifte)
bzw. Miniatur- (7 Stifte) Sockel vorhanden. Große Röhren
(für Fernsehgeräte, Hochspannungsteil) hatten Magnoval-,
Spezialröhren wie PFL200 hatten einen Duodecal-Sockel.
Diese Art von Röhren wurden noch bis ca. 1970 in Neugeräten
verwendet (es mussten ja die riesigen Halden abgebaut werden...); an
Stromsparen dachte da noch keiner.
Rechts im Bild sind 3 Subminiaturröhren zu sehen; diese wurden in
elektronischen Orgeln (z.B. Philicorda), Wetterballons, tragbaren
Kommunikationsgeräten ("Walky Talky") und einigen
größeren Taschenradios (USA) eingesetzt, bevor der
Transistor seinen Siegeszug begann.
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