HF31 Maria 1880
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Finkenwerder Ewer (ehemals Hamburgisch-Finkenwärder)
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Dieser Fischewer (Länge: 19,2 m)
wurde 1880 in Betrieb genommen und versah bis 1950 seinen Dienst im
Elbe-Mündungsgebiet und vor der Westküste
Schleswig-Holsteins.
Schwerpunkt war der Schollen-, Muschel- und Heringsfang, je nach
Jahreszeit und Nachfrage. Die Fänge wurden bis nach London
gebracht und dort verkauft.
Im Laufe der Jahre wurde der Ewer mehrfach umgebaut, z.B. Verkleinerung
der Seewassertanköffnung wegen Kentergefahr, sowie Umrüstung
auf Motorantrieb.
Danach lag er in einem Elbe-Seitenarm und verfiel. Für die
Erweiterung der Seefahrt-Abteilung des Deutschen Museums in
München wurde er dann geborgen, in Segmente zerlegt und nach
München transportiert. Dort ist er in einer Halle wieder
zusammengefügt und weitgehend in den Originalzustand von 1880
versetzt worden. Die Besegelung wurde rekonstruiert.
Das Modell ist auf der Basis einer sehr groben Fertigung komplett neu
entstanden; verwendet wurde lediglich der Sockel, der Rumpf, ein Teil
der Masten sowie die Segel (noch ohne Reffbändsel).
Das Bild zeigt die Backbordseite und gewährt einen ersten Blick
auf das Deck, wo sich auch alle erforderlichen Fanggeräte befinden.
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Dieses Bild zeigt die Heckansicht nebst
Ruder, den Rudergänger und die Kurrbalken zum Spreizen der
Öffnungen des Schleppnetzes.
Der Schrank vor dem Rudergänger enthält den Kompass, das Lot,
eine Lampe, sowie andere wichtige Dinge.
Selbstverständlich sind alle Taue, Blöcke, Rahen etc.
beweglich und lassen sich - wie im Original - betätigen.
Die Besatzung bestand aus 2 Mann; der Rudergänger hatte eine
verantwortungsvolle Aufgabe. Der 2. Mann war entweder an den Winschen,
oder musste sich um die Besegelung kümmern bzw. nach dem Bergen
des Netzes den Fang sortieren und reinigen.
Einige Fischkisten befinden sich auch auf dem Modell.
Dieser Schiffstyp war verbreitet und bestach durch seine einfache
Handhabung und damit geringer Besatzung (Kostenersparnis).
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Hier ein Blick aus der Vogelperspektive;
oben am Hauptmast ist der Windrichtungszeiger. Dieser musste auch
immer im Auge behalten werden, um die Besegelung optimal ausrichten zu
können.
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Eine Sicht schräg von vorn; es sind
der Niedergang, die Winsch für das Steuern der Schleppnetze und
die Positionslaterne (mit LED) zu erkennen. Der Bugspriet war beweglich
(konnte eingeholt werden), damit er sich beim An- und
Ablegemanöver nicht mit Takelage oder Aufbauten anderer
Schiffe verhakte. Zudem dürfte sich durch die verminderte
Gesamtlänge auch die Hafen-Liegegebühr ermäßigt
haben...
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Zum Schluss noch ein Blick auf das Deck
der Steuerbordseite; Die Ankerwinde (der Bratspill) ist ebenfalls
bedienbar bzw. beweglich. Die Lukengröße entspricht der
Größe von 1880, ist aber bereits abgedeckt, damit das
Seewasser bei Seegang nicht überschwappen bzw. neues Seewasser
hineingelangen kann (Kentergefahr!).
Man erkennt auch ein zusammengerolltes Schleppnetz vor dem Beiboot,
Scherblätter, sowie andere Details.
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